Mäuse im Haus erkennen und bekämpfen

Mäuse im Haus: Ein häufiges Problem in der Schweiz

Wenn es draussen kalt wird, suchen Mäuse Schutz und Nahrung – und finden beides in unseren Häusern. In der Schweiz ist die Hausmaus (Mus musculus) der häufigste ungebetene Gast in Wohnungen und Gebäuden. Aber auch Feldmäuse, Waldmäuse und Spitzmäuse können sich ins Haus verirren.

Ein einzelnes Mäusepaar kann unter idealen Bedingungen bis zu 2’000 Nachkommen pro Jahr produzieren. Wer also «nur eine Maus» sieht, hat in der Regel bereits ein grösseres Problem.

Welche Maus ist das? Arten erkennen

Hausmaus (Mus musculus)

  • Grösse: 7–10 cm Körperlänge, dazu 7–10 cm Schwanz
  • Farbe: Graubraun, Bauch etwas heller
  • Ohren: Gross im Verhältnis zum Kopf
  • Kot: 3–8 mm, spindelförmig, dunkel
  • Lebensweise: Lebt ganzjährig in Gebäuden, nachtaktiv
  • Typisch: Moschusartiger Geruch

Waldmaus (Apodemus sylvaticus)

  • Grösse: 8–11 cm, grösser als die Hausmaus
  • Farbe: Rotbraun mit weissem Bauch
  • Augen: Auffallend gross
  • Lebensweise: Eigentlich Freilandbewohner, kommt im Winter gelegentlich ins Haus

Feldmaus (Microtus arvalis)

  • Grösse: 9–12 cm
  • Farbe: Graubraun
  • Schwanz: Deutlich kürzer als bei Haus- und Waldmaus
  • Lebensweise: Lebt normalerweise im Freiland, selten in Gebäuden

Spitzmaus

  • Gar keine echte Maus, sondern ein Insektenfresser
  • Spitze Schnauze, sehr klein
  • In der Schweiz geschützt – darf nicht getötet werden!
  • Nützlich, da sie Insekten und Schnecken frisst

(Quelle: Rentokil Schweiz – rentokil.com/ch)

Anzeichen für Mäusebefall

Mäuse sind nachtaktiv und scheu. Oft bemerkt man sie nicht direkt, sondern über ihre Spuren:

  • Kot: Das deutlichste Zeichen. Mäuse hinterlassen 40–80 Kotkügelchen pro Tag – kleine, dunkle, spindelförmige Kügelchen entlang ihrer Laufwege.
  • Nagespuren: An Verpackungen, Kabeln, Holz, Möbeln. Mäuse müssen ständig nagen, um ihre wachsenden Zähne abzunutzen.
  • Laufspuren: In staubigen Bereichen sichtbar – schmale Pfade mit Fussabdrücken und Schwanzspuren.
  • Geräusche: Kratzen, Rascheln und Trippeln in Wänden, unter dem Boden oder auf dem Dachboden, besonders nachts.
  • Geruch: Moschusartiger, ammoniakähnlicher Geruch, besonders in geschlossenen Räumen.
  • Nester: Aus Papier, Stoff, Isolationsmaterial und anderen weichen Materialien zusammengetragen.
  • Schmierspuren: Fettige, dunkle Spuren an Wänden und Rohren, wo Mäuse regelmässig entlanglaufen.

(Quelle: Desinfecta Schweiz – desinfecta.ch)

Gesundheitsrisiken: Nicht auf die leichte Schulter nehmen

Mäuse sind nicht einfach «lästig» – sie stellen ein echtes Gesundheitsrisiko dar:

Hantavirus

Die grösste Gefahr in der Schweiz. Hantaviren werden über Staubpartikel aus getrocknetem Mäusekot, Urin oder Speichel übertragen – man kann sich also infizieren, ohne je eine Maus direkt berührt zu haben. Besonders gefährdet sind Personen, die alte Schuppen, Gartenhäuschen oder Dachböden reinigen. Symptome reichen von grippeähnlichen Beschwerden bis zu schwerem Nierenversagen (Quelle: Desinfecta / RKI).

Weitere Risiken

  • Salmonellen: Über kontaminierte Lebensmittel
  • Leptospirose: Über Mäuseurin
  • Parasiten: Mäuse bringen Flöhe, Zecken und Milben ins Haus
  • Allergene: Mäusekot und -urin können Asthma und Allergien auslösen
  • Materialschäden: Angenagt Kabel sind eine häufige Brandursache

Sicherheit beim Reinigen

Wenn Sie Mäusekot entfernen:

  1. Atemschutzmaske (FFP2/FFP3) tragen
  2. Kot nie trocken zusammenkehren – Staub einatmen = Infektionsrisiko
  3. Befallene Stellen mit Desinfektionsmittel einsprühen und 30 Minuten einwirken lassen
  4. Mit feuchtem Tuch aufwischen
  5. Einweghandschuhe tragen und danach Hände gründlich waschen

Das Rodentizid-Verbot ab April 2025

Seit dem 1. April 2025 dürfen Privatpersonen in der Schweiz keine Rodentizide mit Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmer) mehr verwenden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat diese Einschränkung aus Umwelt- und Tierschutzgründen erlassen.

Konkret bedeutet das:

  • Ab 1. April 2025: Keine neuen Zulassungen mehr für Antikoagulanzien-Rodentizide zur privaten Verwendung. Bestehende Zulassungen für Privatpersonen wurden widerrufen.
  • Ab 1. April 2027: Auch der Verkauf an Privatpersonen im Laden ist verboten (Abverkaufsfrist).
  • Professionelle Schädlingsbekämpfer dürfen diese Mittel weiterhin verwenden – unter strengen Auflagen.

(Quelle: BAG – bag.admin.ch; Anmeldestelle Chemikalien – anmeldestelle.admin.ch)

Was bedeutet das für Sie?

Wenn Sie Mäuse im Haus haben, können Sie als Privatperson keine Giftköder mehr legal einsetzen. Die Alternativen:

  • Mechanische Fallen (Schlagfallen, Lebendfallen)
  • Professionelle Schädlingsbekämpfung – Profis dürfen Rodentizide weiterhin verwenden und tun dies gezielt und sachgemäss
  • Prävention (siehe unten)

Der Tagesanzeiger berichtete im Mai 2025 ausführlich über das Verbot und die Konsequenzen für Privatpersonen (Quelle: Tagesanzeiger).

DIY-Bekämpfung: Was Sie selbst tun können

Mechanische Fallen

  • Schlagfallen: Klassisch und effektiv. Richtig platziert (entlang der Laufwege, an Wänden) mit attraktivem Köder (Erdnussbutter, Schokolade, Nüsse) sind sie das beste DIY-Mittel.
  • Lebendfallen: Tierschonender, aber Sie müssen die Maus mindestens 500 Meter vom Haus entfernt freilassen – sonst findet sie zurück.
  • Tipp: Mehrere Fallen gleichzeitig aufstellen. Eine einzelne Falle reicht bei einem Befall nicht.

Ultraschall-Geräte

Werden häufig beworben, die Wirksamkeit ist aber wissenschaftlich nicht belegt. Mäuse gewöhnen sich schnell an die Geräusche. Sparen Sie sich das Geld.

Hausmittel

Pfefferminzöl, Essig, gebrauchtes Katzenstreu – diese Mittel können Mäuse kurzfristig irritieren, lösen aber kein Befallsproblem.

Wann brauchen Sie einen Profi?

Professionelle Hilfe ist empfehlenswert, wenn:

  • Mehr als eine einzelne Maus gesichtet wurde
  • Der Befall seit mehreren Wochen anhält trotz eigener Massnahmen
  • Mäuse in der Küche oder im Vorratsbereich auftauchen (Lebensmittelsicherheit!)
  • Nagespuren an Kabeln sichtbar sind (Brandgefahr)
  • Gesundheitlich gefährdete Personen im Haushalt leben (Kleinkinder, Immungeschwächte)

Professionelle Schädlingsbekämpfer wie Desinfecta, Anticimex oder Rentokil arbeiten mit einem integrierten Schädlingsmanagement (IPM):

  1. Inspektion: Befallsausmass und Zugangsweg feststellen
  2. Bekämpfung: Kombination aus Fallen und (falls nötig) gezieltem Rodentizid-Einsatz
  3. Abdichtung: Zugangswege verschliessen (Mäuse passen durch Öffnungen ab 6–7 mm!)
  4. Monitoring: Regelmässige Kontrolle über mehrere Wochen

Prävention: So kommen Mäuse gar nicht erst rein

Zugänge abdichten

  • Alle Öffnungen ab 6 mm verschliessen – Mäuse sind unglaublich flexibel
  • Türspalten mit Bürstendichtungen versehen
  • Rohrdurchführungen mit Stahlwolle und Mörtel abdichten
  • Lüftungsgitter auf Beschädigungen prüfen

Nahrungsquellen eliminieren

  • Lebensmittel in verschlossenen Glas- oder Metallbehältern aufbewahren
  • Keine Essensreste offen stehen lassen
  • Tierfutter nicht über Nacht zugänglich lassen
  • Abfall regelmässig entsorgen, Kompost mäusesicher gestalten

Ordnung halten

  • Gerümpel in Keller und Estrich reduzieren – weniger Versteckmöglichkeiten
  • Holzstapel nicht direkt an der Hauswand lagern
  • Vegetation rund ums Haus kurz halten

Häufig gestellte Fragen

Eine einzelne Maus – ist das schon ein Befall?

Wo eine Maus ist, sind meist weitere. Mäuse leben in Gruppen. Eine einzelne Sichtung bedeutet nicht zwingend einen massiven Befall, aber Sie sollten sofort Fallen aufstellen und die Situation beobachten.

Können Katzen das Mäuseproblem lösen?

Katzen sind gute Mäusejäger, aber sie können einen etablierten Befall selten allein unter Kontrolle bringen. Als Prävention sind sie hilfreich – als einzige Lösung bei starkem Befall nicht.

Wie schnell vermehren sich Mäuse?

Extrem schnell. Trächtigkeitsdauer: nur 19–21 Tage. Wurfgrösse: 4–8 Junge. Eine Maus ist nach 6 Wochen geschlechtsreif. Theoretisch kann ein Paar in einem Jahr über 2’000 Nachkommen produzieren.

Mäuse im Haus? Jetzt handeln.

Warten Sie nicht, bis aus einer Maus ein Problem wird. Unsere erfahrenen Schädlingsbekämpfer kennen die Schweizer Vorschriften – inklusive des neuen Rodentizid-Verbots – und finden die richtige Lösung für Ihre Situation.

Lassen Sie sich unverbindlich beraten – kostenlos und ohne Verpflichtung.

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